Liebe … | LYRIK

Liebe

 

Liebe
 
Wach auf mein Freund, ich bitte dich
Der Alb verfolgte dich erbost
Auch mir ist heute sonderlich
Im Schlafe find ich keinen Trost
 
’ne Träne wandert ganz allein
hinab auf deiner schlanken Brust
Will nur in ihrer Nähe sein
Ihr Kummer ist mir wohl bewusst
 
(vorbei am Nabel führt die Lust)
 
Sie ist verirrt, ich fang sie auf
und setze ihre Reise fort
Ihr Schicksal nehme ich in Kauf
und zeig ihr einen bess’ren Ort
 
Die Liebe ist ein blindes Tier
das beißt und fleht und dich besticht
vergibt, bestraft und lechzt nach dir
Es zu bezwingen schaffst du nicht
 
Wie wär’s, du machst es dir bequem?
Der Liebende erfüllt die Pflicht
Ich hoffe, so ist’s angenehm
Du setzt dich gern auf mein Gesicht
 
Und holst mir einen gleißend Stern
vom aufgestellten Himmelszelt
Mit Silberglanz schmückst du mich gern
Ins Wanken bringt er meine Welt
 
Bewund’re dich mit off’nem Mund
schon tropft der Eifer auf’s Parkett
Ein Hahn tut grell den Morgen kund
Komm führ mich aus, ach sei so nett
 
Der Einfalt bieten wir die Stirn
denn uns’re Wünsche sind gestrickt
mit heißer Nadel, festem Zwirn
der die Geschlechter überbrückt
 
Die Liebe ist ein blindes Tier
das beißt und fleht und dich besticht
vergibt, bestraft und lechzt nach dir
Es zu bezwingen schaffst du nicht
 
Sei furchtlos und ergib dich ihr
Den Feigling hat sie stets verschmäht
Sie fängt dich ein und flüstert dir:
»Für Wunder ist es nie zu spät«
 
Nun treib ich in der Sucht nach dir
und halt mich an den Sternen fest
Auf dass ich nie den Halt verlier
dort unten ende wie der Rest

 

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